Bäume können die unterschiedlichsten Quartiere und Nistplätze aufweisen. Besiedelt werden diese z.B. von Fledermäusen, Vögeln, Insekten (u.a. Eremit, Hautflügler) oder Bilchen. Durch geplante Pflegemaßnahmen oder Fällungen zur Erhaltung der Verkehrssicherheit können die Strukturen beeinträchtigt oder vollständig zerstört werden. Bei der Planung der Maßnahmen sind die Quartiere und Nistplätze im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes zu erfassen und artenschutzrechtlich einzuordnen.

Ist eine eindeutige Einordnung vor der Maßnahme nicht möglich, dann muss eine Prüfung ggf. ein Verschluss der Strukturen davor erfolgen. Die Besatzüberprüfung erfolgt mittels Seilklettertechnik oder Hubsteiger. Tiefere Höhlungen und Strukturen werden endoskopisch untersucht. Nur durch eine solche Untersuchung kann sichergestellt werden, dass die artenschutzrechtlichen Belange ausreichend beachtet und eine mögliche juristische Auseinandersetzung ausgeschlossen werden kann